


Imaginary Game
William N. Copley & Ambra Durante
06. März – 09. Mai 2026
Einführung:
Klaus Gerrit Friese, 19 Uhr
In der Doppelausstellung „Imaginary Game“ begegnen sich mit William N. Copley (1919–1996) und Ambra Durante (*2000) zwei Self-Taught-Artists unterschiedlicher Generationen, die ihre Bildthemen unmittelbar aus dem eigenen Erleben schöpfen.
Copley, dessen Werk die Galerie Friese seit über zwanzig Jahren kontinuierlich zeigt, ist inhaltlich dem europäischen Surrealismus verbunden; stilistisch gilt er als Vorläufer der Pop Art. Seine narrativen Bildern kreisen um das sexuelle Begehren und dessen moralische Implikationen der US-amerikanischen Nachkriegsgesellschaft. Mit feinem Witz zeigt er das Verhältnis von Mann und Frau als ein Gefüge aus Rollenspiel und Projektion – gezeichnet von einer beständigen Lust, die Verhältnisse ins Wanken zu bringen.
Ambra Durante, 2000 in Genua geboren und seit 2007 in Berlin lebend, erweitert dieses imaginäre Spielfeld um eine introspektive, zeitgenössische Perspektive. Ihre Zeichnungen erzählen vom inneren Erleben; sie handeln von Einsamkeit, Verlust, Begehren und Selbstbehauptung. Risse, Knicke und Aufdrucke der Papiere werden integraler Teil der Bildgeschichten, die stilistisch wie inhaltlich auch surreale Elemente aufweisen. Bilder und Worte erobern den Bildraum, leichtfüßig und schnell voranschreitend, flüchtig wie Gedanken. Ihre Intensität zeugt von der Erfahrungswelt einer jungen Generation, die sucht, sich behauptet und neu definiert.
„Imaginary Game“ vereint zwei künstlerische Positionen, die trotz acht Jahrzehnten Abstand eine bemerkenswerte Nähe verbindet: das Vertrauen in die Kraft der Imagination, die Lust am Erzählen und eine Auffassung der Kunst als geschütztem Erfahrungsraum.





Willi Baumeister und Norbert Kricke
12. Dezember 2025 – 28. Februar 2026
24. Februar 2026 - 18 Uhr, Gespräch über Willi Baumeister mit Dr. Jochen Gutbrod, Vorstand der Willi Baumeister Stiftung GmbH
Wir freuen uns, Sie zu der zweiten Ausstellung in unserer Münchner Dependance in der Theresienstraße 46 einzuladen. Die Ausstellung „Willi Baumeister und Norbert Kricke“ vereint zwei Protagonisten der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts, die – jeder auf eigene Weise – nach einer neuen Kunstsprache suchten, um der Forderung nach künstlerischer Freiheit neue Formen zu verleihen.
In Zusammenarbeit mit der Willi Baumeister Stiftung werden Werke von Willi Baumeister (1889–1955) präsentiert: frühe Lithografien aus dem konstruktivistisch geprägten Frühwerk, in dem geometrische Kompositionen stets von der menschlichen Figur ausgehen, sowie Zeichnungen und Gemälde aus den 1950er-Jahren. Diese Arbeiten gehören zu Baumeisters ikonischem Spätwerk und zeigen ihn als einzigartigen Erfinder lebendiger Bildwelten und wahrhaften Pionier der Avantgarde.
Von Norbert Kricke (1922–1984) sind Raumplastiken und Zeichnungen der 1950er-Jahre zu sehen – einer Phase, in der er sich der Gruppe des Informel angeschlossen hatte. Sein Ziel war die Rückeroberung künstlerischer Gestaltungsfreiheit in einem Aktionsraum, der durch möglichst wenige Koordinaten begrenzt ist. Dieser auf Neuanfang gestimmte Befreiungsakt hatte weitreichende Konsequenzen für sein eigenes Werk wie auch für die Definition der Gattungen Plastik/Skulptur und Zeichnung. Die Auswahl der Exponate erfolgte in Zusammenarbeit mit Sabine Kricke-Güse, der Nachlassverwalterin des Künstlers.




Die Räume befinden sich in einem denkmalgeschützten Gebäude, das Sep Ruf 1952 als erstes Wohnhochhaus Münchens errichtet hat – mitten im Museumsareal, direkt gegenüber dem Eingang des Museum Brandhorst.
Unsere erste Ausstellung trägt den Titel „Ja“ und vereint Arbeiten von Claire de Santa Coloma, Dieter Krieg, Lea Lenhart, Walter Stöhrer und Cornelius Völker.
Titelgebend ist ein Werk von Dieter Krieg, auf dem schlicht das Wort „Ja“ steht. Dieter Krieg war ein Leser und eines seiner Bücher, der Ulysses, endet mit den Worten: „Und ich hab ja gesagt ja ich will Ja“. Ein schönes Ende für ein komplexes Buch – und für uns ein passender Anfang.
Die temporäre Dependance in München verstehen wir als ideale Ergänzung zur Galerie in Berlin am Fasanenplatz. Viele unserer Künstlerinnen und Künstler waren bislang in München nicht vertreten und zugleich bietet dieser Ort neue Möglichkeiten und Kontexte in einer Stadt von kunstinteressierten und kenntnisreichen Sammlerinnen und Sammlern.
Wir hoffen, dass wir auch mit unserer Ausstellungstätigkeit in München Ihr Interesse wecken können und freuen uns auf ein Wiedersehen mit vielen Vertrauten – und auf die neuen Begegnungen in München.
KONTAKT





Willi Baumeister und Norbert Kricke
12. Dezember 2025 – 28. Februar 2026
Wir freuen uns, Sie zu der zweiten Ausstellung in unserer Münchner Dependance in der Theresienstraße 46 einzuladen. Die Ausstellung „Willi Baumeister und Norbert Kricke“ vereint zwei Protagonisten der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts, die – jeder auf eigene Weise – nach einer neuen Kunstsprache suchten, um der Forderung nach künstlerischer Freiheit neue Formen zu verleihen.
In Zusammenarbeit mit der Willi Baumeister Stiftung werden Werke von Willi Baumeister (1889–1955) präsentiert: frühe Lithografien aus dem konstruktivistisch geprägten Frühwerk, in dem geometrische Kompositionen stets von der menschlichen Figur ausgehen, sowie Zeichnungen und Gemälde aus den 1950er-Jahren. Diese Arbeiten gehören zu Baumeisters ikonischem Spätwerk und zeigen ihn als einzigartigen Erfinder lebendiger Bildwelten und wahrhaften Pionier der Avantgarde.
Von Norbert Kricke (1922–1984) sind Raumplastiken und Zeichnungen der 1950er-Jahre zu sehen – einer Phase, in der er sich der Gruppe des Informel angeschlossen hatte. Sein Ziel war die Rückeroberung künstlerischer Gestaltungsfreiheit in einem Aktionsraum, der durch möglichst wenige Koordinaten begrenzt ist. Dieser auf Neuanfang gestimmte Befreiungsakt hatte weitreichende Konsequenzen für sein eigenes Werk wie auch für die Definition der Gattungen Plastik/Skulptur und Zeichnung. Die Auswahl der Exponate erfolgte in Zusammenarbeit mit Sabine Kricke-Güse, der Nachlassverwalterin des Künstlers.




Die Räume befinden sich in einem denkmalgeschützten Gebäude, das Sep Ruf 1952 als erstes Wohnhochhaus Münchens errichtet hat – mitten im Museumsareal, direkt gegenüber dem Eingang des Museum Brandhorst.
Unsere erste Ausstellung trägt den Titel „Ja“ und vereint Arbeiten von Claire de Santa Coloma, Dieter Krieg, Lea Lenhart, Walter Stöhrer und Cornelius Völker.
Titelgebend ist ein Werk von Dieter Krieg, auf dem schlicht das Wort „Ja“ steht. Dieter Krieg war ein Leser und eines seiner Bücher, der Ulysses, endet mit den Worten: „Und ich hab ja gesagt ja ich will Ja“. Ein schönes Ende für ein komplexes Buch – und für uns ein passender Anfang.
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