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Galerie Klaus Gerrit Friese

Gesprächsreihe »Über Kunst« – 2. Termin in der Galerie Klaus Gerrit Friese am 21. November 2008 mit Werner Spies

Neue Privatgalerien und Ausstellungsräume, aber auch neue private Museen und neue Verantwortliche in den öffentlichen Kunstforen – die Kunstszene in der Region Stuttgart ist im Aufbruch. Grund genug, der Bedeutung von Kunst in der Gesellschaft nachzuspüren. Unter dem Titel Über Kunst präsentieren wir in Zusammenarbeit mit den Stuttgarter Nachrichten eine neue Veranstaltungsreihe.

Unser Gast war am Freitag, 21. November 2008, der in Paris lebende Kunstwissenschaftler und Ausstellungsmacher Werner Spies im Gespräch mit dem Leiter des Feuilletons der Stuttgarter Nachrichten, Nikolai B. Forstbauer.

zwei Herren auf dem Podium vor einem Gemälde Nikolai B. Forstbauer (rechts) im Gespräch mit Werner Spies (Fotos: Frank Kleinbach)

Werner Spies, 1937 in Tübingen geboren, ist in Paris zu Hause, agiert auf allen Kunstbühnen der Welt und verblüfft bis heute durch mit unwiderstehlichem Charme verbundene Macher- und Durchsetzungsqualitäten. Lässt sich dieses Leben für und mit der Kunst überhaupt fassen? Auge und Wort – Gesammelte Schriften zu Kunst und Literatur, erschienen bei Berlin-University Press, heißt der jüngste zehnbändige Publikationsversuch. Literatur und Betrieb ist das »Auge und Wort«-Finale betitelt – und wartet mit einer Art Berufsporträt des Verfassers auf.

Besucher des Vortrags Unter den Besuchern der frühere Direktor der Staatsgalerie, Prof. Christian von Holst, sowie die Direktorin des Kunstmuseums, Dr. Marion Ackermann

Am Anfang steht die Begegnung mit dem Kunsthändler Daniel-Henry Kahnweiler. Er öffnet dem jungen Spies die Türen zu seinen Dichterfreunden Francis Ponge und André Malraux. Es folgen Samuel Beckett und Nathalie Sarraute, Alain Robbe-Grillet und Claude Simon, über die Spies zu den jüngsten Entwicklungen der französischen Literatur, vor allem des Nouveau Roman kommt.

Besucher des Vortrags Interessierte Zuhörer

Wie kein anderer setzt er sich in der Folge für Pablo Picasso und Max Ernst ein und wie kein anderer auch, bewahrt sich Spies doch immer den Blick für aktuelle Entwicklungen in der Kunst wie im Ausstellungswesen. Den Kontinent Picasso beschwor Werner Spies einst – es scheint Zeit, von einem Kontinent Spies zu sprechen.

Werner Spies auf dem Podium Prof. Dr. Werner Spies

Der „Über Kunst“-Dialog am Freitag-Abend zwischen Nikolai B. Forstbauer, dem Kulturressortleiter der Stuttgarter Nachrichten und Werner Spies gerät manches Mal kurzweilig, wenn Spies ins Anekdotische gerät. Bei Grundsätzlichem kennt Spies aber kein Abschweifen mehr: Man muss bereit sein, eigene Urteile zu überprüfen und gegebenenfalls zu revidieren, sagt er im Zusammenhang mit Anselm Kiefer, für den er nach früherer Distanz inzwischen deutlich Position einnimmt.

Seit 50 Jahren nun arbeitet Spies mit und für die Kunst. An diesem Abend in der Galerie Klaus Gerrit Friese spricht er über seine Begegnungen mit Pablo Picasso, Max Ernst oder Samuel Beckett, mit Max Ernst und Daniel-Henry Kahnweiler.

Blick von außen durch ein Fenster auf die Ausstellungsräume

Ständig präsent auf dem Diskussionstisch sind die 10 Bände Auge und Wort, die er gerade herausgebracht hat. Dazu berichtet Werner Spies auch von der bevorstehenden Ausstellung zum zeichnerischen und malerischen Werk des vor allem als Filmemacher bekannten David Lynch. Denn dies ist für ihn auch wichtiges Element des Dialogs mit Künstlern und ihrem Werk: Ich wollte nie nur Kritiker sein. Ich wollte meine Beobachtungen auch in Ausstellungen präsentieren.

Weitere Informationen sind auch bei den Stuttgarter Nachrichten zu finden.

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