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Galerie Klaus Gerrit Friese

Ausstellung „Andreas Schulze“

11. Juli bis 31. August 2014

Diese Ausstellung findet als Kooperation mit aed Stuttgart statt.

[Fotos: Frank Kleinbach]

Zur Eröffnung

aed Stuttgart [www.aed-stuttgart.de] ist eine von Ingenieuren, Architekten und Designern gegründete Initiative, deren Ziel es ist, die große Gestaltungskompetenz in der Region Stuttgart – vom Produkt- und Grafikdesign über Multimedia und Engineering bis hin zur Architektur – zu fördern und der Öffentlichkeit nahezubringen. aed hat in den 10 Jahren seines Bestehens sich zu der angesehen Plattform entwickelt, die an wechselnden Orten die relevanten Fragestellungen der jeweiligen Disziplinen diskutiert und weitergedacht hat. Wir beginnen mit aed eine Kooperation, in dem im ersten Raum der Galerie Arbeiten von Brigida González gezeigt werden. Und am 16. Juli findet, veranstaltet von aed in den Räumen der Galerie, eine Podiumsdiskussion zur Zukunft des Buchs, unter anderem mit Marion Ackermann, der künstlerischen Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, statt.

Andreas Schulze (geboren 1955) entwickelt seine überaus eigenständige malerische Haltung in den 1980er Jahren und profiliert diese seither stetig. Zunächst arbeitet er im Kreis der Kölner Gruppe Mülheimer Freiheit und der so genannten Jungen Wilden. Doch früh distanziert er sich von deren expressiven, spontanen und subjektiven Duktus. Seine Position in der Malerei der Gegenwartskunst ist unverwechselbar, und wird nun auch durch eine Reihe von Museumsausstellung gewürdigt. Die Villa Merkel Esslingen [www.villa-merkel.de] zeigt bis zum 21. September eine große Werkübersicht von Andreas Schulze. Ausstellungen und Projekte im Kunstmuseum Bonn, der Schirn in Frankfurt und im Kunstmuseum St. Gallen werden folgen.

Gunter Reski schreibt: „Andreas Schulzes Malerei hat vermeintlich viel mit naivem Charme zu tun. Der kommt mit einer verblüffenden Nonchalance daher. Andreas Schulze ist wahrscheinlich einer der wenigen, die per amüsiertem Achselzucken malen können. Sehr einfach und sehr lässig. So ein bisschen wie die fröhliche Pubertät auf dem Weg zur Abstraktion oder auch beim angeschickerten Nachhauseweg von dort zurück… Seinen ultimativen Stil hat Andreas Schulze schon zu Studentenzeiten aus dem Hut gezaubert und ist ihm einfach konsequent treu geblieben. Bezaubernd abstrahierende Vereinfachungen der Alltagswelt, die weder den metaphysischen Hoch- noch Tiefbau in der bildlichen Repräsentation bemühen müssen. Ich habe ihn irrtümlich einfach nur für den weltbesten Erbsenmaler gehalten… Menschendarstellungen kommen nicht vor. Es sind Anmutungen von hübsch entkernten Lebensräumen a la broken home stories, deren nicht gezeigte Bewohner vielleicht ähnlich viele Handicaps und Leerstellen aufweisen, so dass man sie lieber gar nicht erst zeigen mag. Dagegen dürfen Marsriegel, Obst, Pflastersteine, Solarien, Geschirr, und jede Menge flott schattierte geometrische Grundformen seine geschmackig sphärischen Farbverläufe im Hintergrund bevölkern… Die radikale Simplizität dieser Bildsettings ist nach wie vor erfrischend. Schulzes befreiende Veralberung eines letztlich klerikalen Reduktionismus, nicht nur aus Amerika, hat die Stärke, dass seine essentiellen Albernheiten nicht im flachen Fahrtwasser der Parodie oder Scharade baden gehen. Schwer zu sagen, wie er das hinbekommt.“

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